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verbaseln

etwas schlecht machen, nicht schaffen, auch vergessen Der hat die ganze Sache verbaselt. Ich habe dat Treffen total verbaselt. Auch im Sinne von 'verlieren, verlegen': Hast du jetz dat Schräubchen verbaselt? Verbasel nich wieder deinen Hausschlüssel!

Bearbeiter: Dr. Günter Seulen (Köln), Michael Mühr (Rösrath)


Kommentare

09.01.2013, 12:53 Uhr
Purodha Blissenbach
Köln
In Köln kennt man den Baselemanes, einen Menschen, der zu viel (höflichem) Getue und entsprechenden Umständlichkeiten neigt, aber auch diese Umständlichkeiten selbst werden so bezeichnet. Ich vermute, daß das Verbaseln sich aus dem Untergehen in Umständlichkeiten und Sonstwas herleitet, in dem man am Ende nichts mehr wieder finden oder etwas gar nicht mehr wieder erkennen kann. Ich vermute auch, daß sich das Wort baselich (mit langem "a") hier einordnen läßt, das den geistigen Zustand benennt, in dem man gerät, wenn man zu viel mit Umständlichkeiten und Kompliziertheiten der Menschen um einen herum konfrontiert, die eigene Aufmerksamkeit auf Sparflamme schaltet, den Faden und die Orientierung verliert, meint, nur noch Watte im Kopf zu haben.

Unsern Oppa issen alten Baselemaanes, da machsDe nix dran.
Esch ben jäz nach all dem Verzäll eso baselich drauf, fa-Du-ma-dat Auto, damit mer och heil heimkommn.

13.10.2012, 09:58 Uhr
Purodha Blissenbach
Krefeld
Vielleicht sollte das auch einen eigenen Worteintrag bekommen:

Anstelle von (unangenehm) überrascht, erstaunt, verbiestert, geplättet sagt man auch verbaast. Das dürfte mit dem niederländischen Wort "verbasd" zusammenhängen.
Wiesch beim Einparkn mittä Stoßstange so leischd an di Latärne getitscht bin, da habbisch bestimmt ersma verbaast gekukt, glaubisch.
Di Mamma wa sowwat von verbaast, wi dä Pappa von Scheidung angefangen hat.
Verbaat guken tut dat doch bei jedem Futzverzäll.


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