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Feudel

Aufwischtuch, (siehe Aufnehmer und Foddel)) Schmeiß doch den alten Feudel ma wech, der stinkt schon. Dazu das entsprechende Verb feudeln Latsch jetz nich durch die Küche, ich hab grad gefeudelt.
Feudel ist im Rheinland seltener zu hören als Aufnehmer oder Schrubbtuch, im zentralen und südlichen Rheinland gilt Feudel als nordeutscher Import..

Bearbeiter: Hans Friedrichs (Emmerich), Michael Mühr (Rösrath)


Kommentare

15.04.2015, 19:33 Uhr
Lars
Köln
Ja, als Norddeutscher kann ich bestätigen, dass das Wort ausgeprägt norddeutsch ist. Im Rheinland ist mir das noch nicht begegnet. In Norddeutschland lässt das schon südlich von Hannover deutlich nach.
In Norddeutschland ist das Wort übrigens in der Alltagssprache verankert und nicht nur im Platt. Es ist so geläufig, dass ich ganz erstaunt war, als mir erstmals klar wurde, dass andere deutsche Muttersprachler keinerlei Vorstellung haben, wovon ich rede. In Kassel z.B., außer derjenige hat zufällig Giordanos "Die Bertinis" aufmerksam gelesen, da kommt das Wort auch drin vor. Gerade auch als Verb sehr beliebt und kurz und knapp: statt "den Boden feucht aufwischen" einfach "feudeln".

12.01.2010, 17:48 Uhr
Herbst K.-P.
Bonn
Ich kenne den Begriff Feudel nur aus der Seemannssprache, was die norddeutsche Herkunft vielleicht erklärt.

14.04.2008, 23:53 Uhr
gudrun
velbert-langenberg
ich kenne das als "Schrubbtuch"!

27.12.2007, 13:19 Uhr
Werner Koop
Pinneberg
Der "Feudel" kommt aus Norddeutschland. Am Niederrhein sagt man "Aufnehmer".


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